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Astronaut Thomas Reiter berichtet von Reisen ins Weltall

Einer der ganz wenigen Menschen, die unsere Erde verlassen haben, ist der deutsche ESA-Astronaut Dr. Thomas Reiter. Am Dienstag war er zu Gast an der Universität Passau und begeisterte über 600 Schüler aus drei Landkreisen, darunter 115 Comenianer, mit seinem Vortrag. Zweimal flog Thomas Reiter ins Weltall: 1995 auf die russische Raumstation MIR, 2006 auf die internationale Raumstation ISS. Insgesamt 350 Tage verbrachte der ehemalige Kampfjetpilot und Brigadegeneral der deutschen Bundeswehr im Weltraum. Kein anderer Europäer war länger im Weltall und kann eine größere Weltraumerfahrung vorweisen. Thomas Reiter war der achte Deutsche im All, aber der erste, der einen Weltraumausstieg absolvierte. Mit vielen faszinierenden Bildern machte Reiter seinen hochinteressanten Vortrag lebendig. Er berichtete über die Aufgaben der Raumfahrtorganisation und seine Forschungsarbeit aus den Bereichen Physik, Biologie und Humanphysiologie im Weltall. Reiter erzählte auch von seinen persönlichen Eindrücken im Weltraum und ließ die Schüler mittels Filmausschnitten durch die ISS schweben. Neben vielen wissenschaftlichen Erklärungen brachte er auch beeindruckende Bilder von der Erde aus dem All mit. Die Schönheit unseres blauen Planeten fasziniert, allerdings zeigt sich auch dessen Verletzlichkeit. Das immense Ausmaß der Abholzung tropischer Regenwälder, die Rauchschwaden von Kriegen oder die hauchdünne Schicht der Atmosphäre werden aus dem All besonders deutlich. Er sei kein Umweltaktivist, sagte Reiter, „aber wenn man das sieht, kann einem angst und bange werden“. Gerade deswegen ist die internationale Zusammenarbeit im Weltraum, an der 95 Länder beteiligt sind, für das globale Ziel eines nachhaltigen Zusammenlebens auf dem Planeten Erde so besonders wichtig.

Astronaut Thomas Reiter bei seinem Vortrag an der Universität Passau.

Heike Holzleiter organisierte den Vortrag in Passau.