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Comenius-Team coacht Kollegen in Niederbayern

Acht Impulstage pro Schuljahr, Netzwerk-Arbeit und Austausch, etwa im Rahmen von Hospitationen von Lehrern anderer niederbayerischer Schulen stehen ab jetzt auf der Agenda: Das Kompetenzteam Niederbayern, bestehend aus Herrn Zillner, Herrn Knödl, Frau Paster und Herrn Erl unterstützt andere Schulen in ganz Niederbayern bei der Förderung besonders begabter Schüler. Letzte Woche fand eine feierliche Auftaktveranstaltung am Comenius-Gymnasium statt.
Die Erfahrungen, die das Comenius seit 2009 mit der Förderung besonders begabter Schüler gemacht hat, soll das Team nun an die 36 anderen Gymnasien in Niederbayern weitergeben, machte der Leitende Oberstudiendirektor Anselm Räde, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Niederbayern bei der Auftaktveranstaltung deutlich. Er betonte in seinem Grußwort, dass der Bezirk bereits 2013 ein Programm der Hochbegabten-Förderung aufgelegt habe: Die Talentwerkstatt Niederbayern sei eine Kooperation mit der Deggendorfer Hochschule und der Hans-Lindner-Stiftung.
"Nicht für alle das Gleiche, aber für alle das Beste", ging Schulleiter Markus Höß auf einen Grundsatz der personenorientierten Begabtenförderung ein. Er erinnerte an die teilweise nicht immer ganz einfachen Anfangsjahre und dankte ausdrücklich seiner Vorgängerin im Amte, Hannelore Alt, die sich ebenfalls unter den Ehrengästen befand, für den Anstoß dieser Entwicklung am Comenius-Gymnasium. "Unsere Schüler in den Förderklassen sind bester Bestandteil der Schule, auch im Internat sind 30 Schüler von insgesamt 78 Schüler der Förderklassen", betonte er. Höß dankte Staatssekretär Bernd Sibler und Dr. Ingmar Ahl von der Karg-Stiftung für die Unterstützung bei der Begabtenförderung.
Auf die Elite-kritische Diskussion, wie sie derzeit in der Wochenzeitung "Die Zeit" geführt werde, ging Bernd Sibler in seinen Grußworten ein. In einer Zeit, wo das Versagen von Eliten, die nicht halten, was man sich verspricht, bemängelt werde, sei es mutig, sich über Hochbegabte zu unterhalten, so Sibler. Neben der Förderung der Hochbegabten bedürfe es aber auch einer Unterstützung der Schwächeren. "Wir brauchen auch moralische Eliten", betonte er.
Annette von Manteuffel, ehemalige Schulleiterin des Landesgymnasiums für Hochbegabte in Schwäbisch Gmünd, erläuterte aus ihrer zehnjährigen Erfahrung im Rahmen ihres Festvortrags, wie wichtig Mentoring für den einzelnen Schüler und darüber hinaus für die Schule als Ganzes sei. Sie beeindruckte vor allem mit vielen praxisnahen Beispielen. Sie betonte, dass es dabei nicht nur um die Förderung der individuellen Leistung gehe, sondern auch um die Entwicklung von Verantwortung.

Von links: MB Anselm Räde, Christian Knödl, Landrat Christian Bernreiter, Schulleiter Markus Höß, Staatssekretär Bernd Sibler, Annette von Manteuffel, Dr. Ingmar Ahl von der Karg-Stiftung, Günther Zillner, Birgit Paster und Richard Erl.

Das Deggendorfer Kompetenzteam unter der Leitung von Günther Zillner stellte seine Arbeit vor.

Beeindruckte mit ihrer Begeisterung und ihrer Erfahrung: Annette von Manteuffel.

Die Gäste bei der Auftaktveranstaltung am Comenius-Gymnasium.