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27 Comenianer am Lycée Henri Matisse in Cugnaux

Im Zeitalter von Whatsapp, Facebook, Skype und Instagram eine fast 24stündige Busfahrt auf sich nehmen, um über 1400 km von zuhause seinen französischen Austauschpartner ganz „analog“ zu treffen? Wie uncool, oder??
Am 23.4.2017 um 19.00 machten sich 27 ComenianerInnen in Begleitung von Frau Dressler und Frau Seidel auf den Weg nach Südfrankreich. Nach kurzen Zwischenstopps in Avignon und Carcassonne errreichten sie fast 24 Stunden später die französische Partnerschule des Comenius-Gymnasiums, das Lycée Henri Matisse in Cugnaux bei Toulouse, wo sie von ihren Gastfamilien sehr herzlich empfangen wurden. Nach dem Essen gingen die meisten schon sehr früh ins Bett, um sich gut für die nächsten Tage auszuruhen.
Natürlich dient ein Schüleraustausch in erster Linie dazu, seine Fremdsprachenkenntnisse zu perfektionieren. Aber obwohl Frankreich ja eigentlich gar nicht so weit weg ist, mussten wir sehr bald feststellen, dass in unserem Nachbarland doch so einiges ganz anders ist. Die typisch französische Lebensweise ist einzigartig und der Stolz der Franzosen, aber auch der Schulalltag in Frankreich waren eine komplett neue Erfahrung. La France, je t’aime!
In den Familien der Austauschpartner ist es natürlich ziemlich wichtig, Zeit mit der Gastfamilie zu verbringen, sich mit ihnen zu unterhalten, raus aus dem Zimmer zu kommen, sich nicht hinter dem Handy zu verstecken und am Familienleben teilzunehmen. Das Essen ist dabei wahrscheinlich der interessanteste Punkt. Franzosen essen viel. Franzosen essen oft. Und Franzosen essen gut! Natürlich variiert es immer, aber das Abendessen ist wohl die wichtigste Mahlzeit des Tages. Käse, Joghurt, Dessert, Obst … was uns alles angeboten wurde!
Wir waren in den nächsten Tagen drei Tagen viel unterwegs, besichtigten unter der ortskundigen Führung von Herrn Calvet die Innenstadt von Toulouse, Cordes sur Ciel und Albi. Im Airbuswerk im Stadtteil Colomiers beeindruckte uns die mit 100 000 Quadratmetern größte Fabrikationshalle der Welt, in der der A 380 zusammengebaut wird. Die Fahrt nach Collioure ans Mittelmeer war wohl eines der Highlights des Austausches. Durch den 1. Mai, dem «fête du travail», hatten wir die Gelegenheit ein verlängertes Wochenende in unseren Gastfamilien zu verbringen. Am letzten Tag bekamen wir dann noch durch den Besuch des Unterrichts einen Einblick in das französische Schulsystem.
Nach einem tränenreichen Abschied ging es schließlich wieder zurück nach Deggendorf. Die Zeit in Frankreich war für uns alle eine sehr prägende Zeit. Für uns ist Frankreich nicht mehr nur das Land unten links von Deutschland, sondern wir verbinden mit Frankreich viele Erinnerungen, neue Freundschaften, schöne Dinge, die wir erleben durften und natürlich das gute Essen. Es war eine anstrengende und zugleich wunderschöne Zeit, in der jeder von uns viele neue Erfahrungen sammeln konnte. Und es war hoffentlich der Anfang vieler neuer Freundschaften!
Selina Thiele / Klara Hosper

Die Comenianer mit Jean-Louis Calvet und Frau Seidel vor dem Rathaus in Toulouse.

Auf der berühmten Brücke in Avignon...

Herr Calvet führte die Comenianer durch Toulouse.

In Collioure am Mittelmeer...

Mittagspause...

Vor dem Airbus-Werk in Toulouse...