HomeSchuleSchulfamilieServiceSchullebenFachschaftenBeratungInternatOberstufeFörderklasseStudienseminar

Ausflug in die Wellpappfabrik Smurfit Kappa

In der Wellpappfabrik Smurfit Kappa wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt. Ab 9 Uhr durchliefen die Gruppen abwechselnd das Programm. Von der Vorstellung der Firma Kappa bis zum bis zum Feedback um 12.30 Uhr waren die Klassen 7c und 7d dort als Gäste unterwegs. Smurfit Kappa arbeitet regional, ist aber auch international stationiert.
Rund 64 000 Kunden kaufen die Wellpappe bei Smurfit Kappa. Trotz der insgesamt 45000 Mitarbeiter ist diese Firma immer auf der Suche nach neuen Arbeitskräften. In verschiedenen Abteilungen kann man sich bewerben und ausbilden lassen. Ca. 5,4 Millarden Tonnen Altpapier werden zur Herstellung der Wellpappe genutzt und wiederverwertet. 18 Milliarden individualisierte Verpackungen werden hergestellt und verkauft. Smurfit Kappa besitzt 38 Papierfabriken, von denen 27 Wellpappenrohrpapiere produzieren. Das weltweite Netzwerk agiert in 21 Ländern Europas und in 12 Ländern Amerikas. Außerdem gehören ihnen 51 Recycling und Holzverarbeitungswerke, 229 Verarbeitungswerke und 30 andere produzierende Standorte. Dazu kommen noch 103000 Hektar lateinamerikanische Waldplantagen. Die Fabrik hat rund 49000Tonnen Papierverbrauch in Plattling. Diese hat 196 Mitarbeiter und macht 51 Millionen Euro Umsatz. 103 Mio Quadratmeter Wellpappe wird pro Jahr verkauft.
Anschließend erfahren die Schüler einige interessante Aspekte über die Herstellung. Die Fabrik benutzt hauptsächlich Altpapier und Rohstoffe, jedoch auch Frischfasern die aus Holz gewonnen werden. Das ganze wird in einem großen Becken, dem Pulper, aufgelöst. Die Rohmaterialien kommen dann in die Zellstoffaufbereitung. Dann geht es in die Siebentwässerung und durch die Press- und Trockenpartie. In der „Größen“-Presse findet die Oberflächenbehandlung statt und wird wieder getrocknet. Die Reise endet damit, dass das dünne Papier auf so genannten Jumborollen aufgerollt wird. Zur Zeit sind 800 Rollen im Lager. Eine Rolle hat ca. 3,6 Tonnen Gewicht und ungefähr 12000m Laufmeter. Danach findet eine Veredelung im Wickelabschnitt statt, woraus dann die Papierrollen für die Kunden gemacht werden. Eine Wellpappe besteht aus fünf Lagen: dem Deckenpapier, dem zweilagigen Wellenpapier und der Außen- und Innendecke. Fünf Anforderungen und Tests an das Papier finden anschließend statt. Das Reißen, das Bersten, das Falten, Ziehen und Befeuchten des Papiers.
Am Ende lernen wir noch fünf Beispielsorten des Papiers kennen: Den Wellenstoff, den Testliner, den Kraftliner und den Testliner weiß sowie den Kraftliner weiß. Die Wellpappe entstand aus dem Prinzip des Rundbogens, da die Kraft so gut verteilt wird und das Papier stabiler wird. Das nennt man Kraftverteilung. Heute ist Wellpappe das meistgewählte Material für Transport-Verpackungen auf der ganzen Welt. Entstanden ist die Wellpappe schrittweise. Erst einseitig, dann einwellig, zweiwellig und schließlich dreiwellig. Die Pappe wird geleimt mit Druck gepresst und wieder getrocknet. Am Ende begibt sich die Pappe aber noch zu einem Abschnitt, dem Querschneider. Die Bögen ohne Rillung werden durch eine Maschine geschickt, die sie rillt. Die Pappe ist nun eine fertige Wellpappe und wird nun bedruckt, gefaltet, geklebt und zu Bündeln geschnürt. Die Farbe der Wellpappe darf nicht giftig sein. Um Arbeiter und Käufer nicht zu schädigen, besteht sie hauptsächlich aus Wasser. Die fertig gerillten Bögen werden geschlitzt, gestanzt und zu Stapeln oder Bündeln verschlossen. Es wird rotativ oder flachbettgestanzt. Der Abfall wird wieder zu neuer Wellpappe verarbeitet. 10,4 Millarden Quadratmeter werden pro Jahr an 64000 Kunden und 51 Recyclingfabriken wie im Kreislauf geliefert und wieder zurückgegeben. Für Smurfit Kappa ist Nachhaltigkeit ein oberstes Prinzip. Die Verpackungen sind alle seit 2005 zertifiziert, da sie 22,6% CO2 weniger produzieren als andere Fabriken.
Mit viel neuem Wissen und interessanten Fakten über die Wellpapp-Herstellung geht ein spannender Projekttag für die beiden Klassen zu Ende.
Sarah Sikora 7d

Die Klassen 7cd des Comenius-Gymnasiums Deggendorf mit General Manager Christian Martsch.