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Studienfahrt nach Berlin für die 11. Jahrgangsstufe

Berlin, Berlin - Wir fahren nach Berlin!
Mein Berlin, du bist die schönste,
liebste Stadt im deutschen Land.
Auch wenn andre mich belächeln,
von mir wirst du schön genannt.
- so schwärmt Christina Telke in einem Gedicht über die Bundeshauptstadt- und das sicher nicht ohne Grund. Welchem "Zauber” die zahllosen Berlinliebhaber verfallen sind, konnten 29 Schülerinnen und Schüler im April hautnah erfahren. Denn: OStRin Patrizia Gillner und OStR Günther Zillner hatten sich in Sachen Studienfahrtziel für die pulsierende Metropole entschieden und machten sich zusammen mit den vorfreudigen Elftklässlern, die sich für diese Fahrt angemeldet hatten mit dem Bus auf den Weg Richtung Hauptstadt.
Dass die Ziele mit der längsten Anreise diese meist am ehesten wert sind, ist bekanntlich nicht nur metaphorisch korrekt, und so war die Ankunft in Berlin nach der achtstündigen Busfahrt trotz aller Müdigkeit umso schöner. Erste Eindrücke wurden mit großen Augen bereits hinter den Scheiben der Busfenster gesammelt, da die Fahrt zum Hotel einmal quer durch Berlin führte - somit wurde aus der letzten, ungeduldigen halben Stunde vorm Ankommen bei der Unterkunft schon eine erste, beeindruckende Rundfahrt, bei der der Busfahrer Ludwig, selbst Kenner der Bundeshauptstadt, die Schülerinnen und Schüler mit interessanten Fakten und kleinen Orientierungstipps versorgte.
Gleich nach dem Einchecken im Hotel und dem obligatorischen "kurzen Frischmachen” nach der Reise ging es für die Gruppe gleich zum ersten Erlebnis: Die ,,Topographie des Terrors” ist ein mehrere Ausstellungen umfassendes Projekt auf ehemaligem Gestapo-Gelände, das den Terror zu Zeiten des Nationalsozialismus auf erschreckende, jedoch gleichzeitig faszinierende Art und Weise dokumentiert. Der Besuch einer der besagten Ausstellungen (,,Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt”) weihte für die Comenius-Truppe als erster Programmpunkt sozusagen das Hauptthema der gesamten Studienfahrt ein. Denn im Laufe der nächsten vier Tage in der Bundeshauptstadt sollten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Möglichkeiten bekommen, sich sozusagen berlin-spezifisch mit den Themen Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, DDR und BRD und ganz allgemein mit der turbulenten und vielschichtigen Vergangenheit der heutigen Metropole auseinanderzusetzen. Dieses Eintauchen in die Geschichte wurde zum einen durch ganz klassische Museumsbesuche gewährleistet, wie z. B. im beeindruckend detailreichen DDR-Museum, in dem der damalige DDR-Alltag von Schmuck und Konserven über Schule und Militär bis hin zur nachgebauten Wohnung nachempfunden werden konnte, oder auch im Berlin Story Museum, in dem der Gruppe mit Hilfe von kleinen ,,Mp3-Playern” und vielen Ausstellungsstücken eine Art audiovisuelle Zeitreise geboten wurde.
Zum anderen konnte man sich auch über aufregend unkonventionelle Unternehmungen zum Thema Geschichte freuen; so wurde die dreistündige Fahrradtour zum Thema ,,Berliner Mauer” zum einzigartigen Erlebnis, bei dem die Schülerinnen und Schüler durch sonst unentdeckte Orte und Geschichten aus erster Hand bereichert wurden. Als Highlight entpuppte sich auch "The Gate”, eine Multimedia-Show, die historische Begebenheiten rund um das Brandenburger Tor auf fesselnde Art und Weise durch tonuntermalte Animationen näherbrachte.
Zwischen all den geschichtlichen Abenteuern blieb zudem auch noch genug Zeit für Kultur- und Freizeitunternehmungen. Bei der Aufführung von "Romeo und Julia” im Deutschen Theater konnte die Superlative der dramatischen Inszenierung mit Begeisterung erfahren werden, und für ganz besonders viel Spaß sorgte der Besuch im Wachsfigurenmuseum ,,Madame Tussaud’s”, in dem man sich von Sigmund Freud bis Yoda mit sämtlichen historischen Größen, Stars und fiktionalen Traumcharakteren ablichten lassen konnte.
Wo zwischen den Gruppenunternehmungen noch Zeit blieb, hatte die Truppe des Öfteren die Chance, auf eigene Faust Shoppingtouren oder Großstadtsafaris via U-Bahn und Co. zu unternehmen. Um das vielseitige Berlin-Erlebnis der Comenianer am letzten Tag noch abzurunden, wurde am Donnerstag ein gemeinsamer Abschlussabend auf die Beine gestellt, bei dem ausgelassen geplaudert und gelacht wurde.
Als die Comenianer sich am nächsten Morgen für die bevorstehende Heimfahrt rüsteten, lag eine gewisse Wehmut, aber auch die Zufriedenheit über eine wunderschöne Studienfahrt in der Luft. Und als dann - eine stundenlange Busfahrt später- in Deggendorf alle ausstiegen, sich voneinander verabschiedeten und die randvollen Koffer in die Hand nahmen, hatten sicherlich alle zwischen etlichen Souvenirs, Shoppingbeute und zahllosen Fotos und Schnappschüssen noch etwas viel Besseres im Gepäck: ein kaum im Koffer verstaubarer Haufen von wunderbaren Erinnerungen.
Alessandra Aue

Die Berlinfahrt war ein voller Erfolg.