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Krimiduell am Comenius-Gymnasium

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können – eine so gespannte Stille herrschte während der gesamten Dauer der beiden Lesungen, die der österreichische Kinder- und Jugendbuchautor Martin Selle am ersten Juni im Rahmen der Projekttage am Comenius-Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen gab. Denn wer wissen wollte, was eine Dose Insektenspray mit der geheimen Produktformel für eine besondere Art von chemischem Kunststoff zu tun hat, und mit diesem Wissen das Krimiduell am Ende für sich entscheiden wollte, war gezwungen, den Worten des Autors genau zu lauschen.
Martin Selle erläuterte seinem Publikum zu Beginn der Lesungen kurz seine besondere, nach eigener Aussage weltweit einzigartige Vorgehensweise: Er kombiniere Nervenkitzel und Unterhaltung mit sachorientierter Wissensvermittlung. Dabei seien seine Helden normale junge Leute, keine „Supertypen“, wie sie den Kindern vielfach aus dem Fernsehen bekannt seien. Bevor er eine Passage aus „Dark Night“ vortrug, regte er das Kopfkino der Zuhörer an, indem er an sie appellierte, sich beim Zuhören in die Figur des Helden hineinzuversetzen und den vorgelesenen Text möglichst genau zu visualisieren.
Am Ende der Veranstaltung herrschte unter den Zuhörern Einigkeit darüber, dass Lesen eine coole Sache sei, vor allem, wenn sich die Lektüre so am Lesepuls der Kinder von heute bewegt, wie das bei Martin Selles Romanen der Fall ist. Bei dem Preis für den Sieger des Krimiduells handelte es sich passenderweise um einen Krimi, bei dem man ganz nebenbei und ohne Anstrengung zahlreiche Englischvokabeln lernt – auch dies eine attraktive Vorstellung für die meisten Schülerinnen und Schüler.

Man konnte eine Stecknadel fallen hören - so gespannt lauschten die Sechstklässler dem Autor Martin Selle.