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„mobil im museum“: Comenianer beschäftigen sich mit der Deggendorfer Geschichte

Etwa 15 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7b und 7d des Comenius-Gymnasiums ließen sich in diesem Schuljahr mit ihren Lehrkräften Nicole Dressler und Manfred Zarda auf ein spannendes Projekt ein. Im Rahmen des Projektes „mobil im museum“ setzten sie sich mit der Reformation und einem berühmten Sohn Deggendorfs, Georg Rörer, auseinander. In Zusammenarbeit mit dem Deggendorfer Stadtmuseum und dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Kooperation mit dem Bayerischen Jugendring, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung sollte im Laufe des Schuljahres ein Film über den bedeutenden Deggendorfer, einem Weggefährten Martin Luthers, entstehen, den die Schülerinnen und Schüler mit IPads drehen sollten. Jetzt wurde das Ergebnis, der Kurzfilm „Georg Rörer und die Reformation in Deggendorf“ im Rahmen einer feierlichen Filmpremiere im Stadtmuseum präsentiert, bei der auch Bürgermeister Dr. Christian Moser dabei war.
Birgitta Petschek-Sommer, die Leiterin des Stadtmuseums, hob in ihren Grußworten die gute Zusammenarbeit mit dem Comenius-Gymnasium hervor, da dies bereits die zweite Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „mobil im museum“ ist. Dieses Mal aber eben nicht mit Schülern der Oberstufe, sondern mit Unterstufenschülern. Schulleiter Markus Höß lobte die kreative Arbeit der Schülerinnen und Schüler mit den IPads. Die Lehrkräfte Nicole Dressler und Manfred Zarda betonten, dass der Reiz an dem Projekt darin gelegen habe, zum Lutherjahr mit modernen Medien einen Film zu erstellen. Sie bedankten sich bei den Schülern, ihren Eltern sowie bei Birgitta Petschek-Sommer vom Deggendorfer Stadtmuseum, bei Professor Dr. Lutz-Dieter-Behrendt vom Stadtarchiv, bei Pfarrer Gottfried Rösch von der evangelischen Gemeinde, bei Frau Rita Kurz vom Handwerksmuseum und natürlich bei Linus Einsiedler und seinem Team für ihre Geduld und tatkräftige Unterstützung.
Anschließend gaben Nathalie Wallstabe und Sanja Köchlin aus der Schüler-Projektgruppe einen kurzen Überblick darüber, was in diesem Schuljahr alles für das Projekt zu tun war: Den Beginn bildeten drei Workshoptage, im Rahmen derer sich die Schülerinnen und Schüler mit den IPads und der Drehtechnik und den Möglichkeiten des Schneidens beschäftigten. Dabei entstanden drei kurze Filme im Deggendorfer Stadtmuseum. Auch diese wurden dann am Donnerstagabend der Öffentlichkeit präsentiert.
Dann absolvierte das „mim“-Team gemeinsam mit den kompletten Klassen 7b und 7d einen Buchdruck-Workshop im Handwerksmuseum. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler hautnah, wie anstrengend das Setzen der Buchstaben war und welch schwere Arbeit Drucker verrichten mussten. Zudem war der Buchdruck natürlich eine wichtige Voraussetzung für die Verbreitung der Lehre Luthers. Gedruckt wurden von den Klassen die ersten drei der berühmten 95 Thesen Martin Luthers.
Ein ganz besonderer Gast besuchte die Schülerinnen und Schüler dann kurz nach Ostern: Professor Dr. Lutz-Dieter Behrendt vom Deggendorfer Stadtarchiv. Der Historiker, ein Fachmann der Deggendorfer Stadtgeschichte, informierte die Schülerinnen und Schüler über das Zeitalter der Reformation und sprach auch über die Auswirkungen auf Deggendorf. Dabei ging er auch auf den berühmten Sohn der Stadt, Georg Rörer, ein. Hier holten sich die Schüler das nötige Fachwissen für den Film.
Dann allerdings stand die Hauptarbeit an: In der evangelischen Kirche in der Amanstraße drehte die Gruppe an einem Nachmittag ein Gespräch zwischen Martin Luther und Georg Rörer, die sich nach einer Zeitreise 500 Jahre nach der Reformation auf einmal in Rörers Heimatstadt wiederfinden und feststellen müssen, dass es in Deggendorf, ursprünglich ja weit weg von Wittenberg gelegen, nun doch eine evangelische Kirche gibt und in der Gemeinde sogar ein Relief Rörers hängt, während von Martin Luther kein Bild zu finden ist…

Stolz präsentierte die Projektgruppe am Donnerstag ihren Film über Georg Rörer.