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„KohlrABI“ – 129 Abiturienten machen sich vom Acker

129 junge Comenianerinnen und Comenianer hatten am Freitag einen ganz besonderen Tag, ihren allerletzten Schultag nach zwölf Jahren Schulzeit. Sie bekamen von Schulleiter Markus Höß im Rahmen eines feierlichen Festaktes ihr Abiturzeugnis überreicht.
Der feierliche Nachmittag begann mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Martin, anschließend wurde mit Eltern, Lehrern und Freunden bei einem Sektempfang gebührend auf das bestandene Abiturzeugnis angestoßen. Zu der Feier waren auch zahlreiche Ehrengäste wie MdB Rita Hagl-Kehl, dritter Bürgermeister Hermann Wellner, Dr. Elise von Randow von der Technischen Hochschule sowie Frau Schütz als Vertreterin von der Sparkasse. Zudem war die ehemalige Schulleiterin Hannelore Alt mit ihrem Mann, ihr ehemaliger Stellvertreter Franz Seidl mit Gattin sowie viele ehemalige LehrerInnen des Comenius-Gymnasiums gekommen. Zudem waren natürlich auch die Lehrkräfte sowie das Sekretariat und die beiden Hausmeisterehepaare beim Festakt. Auch Inge Slowik, die ehemalige „Perle“ des Sekretariats war gekommen.
Die Begrüßung übernahm Oberstufenkoordinator Christoph Birkmann. „Ego te absolvo“ zitierte er die Worte von katholischen Priestern und er sprach damit die Abiturienten von ihren „Sünden“ frei, also Schule schwänzen, Rauchen in der Pause, zu spät kommen in den Unterricht und noch so mancher anderer kleinen Sünde. „Absolvere heißt aber auch loslösen und vollenden“, so der Oberstufenkoordinator, „und somit beendet ihr, liebe Abiturienten, heute eure Schulzeit!“ Er gratulierte den 129 Absolventen von ganzem Herzen, die auch ihm als sein „erster“ Jahrgang in dem Amt als Oberstufenkoordinator ganz besonders ans Herz gewachsen sei. Gewachsen sei ihm dabei auch das ein oder andere graue Haar… „Machts euch vom Acker – aber mit Herz und Verstand!“, so Birkmann.
Elisabeth Krauth, die Vorsitzende des Fördervereins, erinnerte sich in ihrem Grußwort an das „wohlige“ Glücksgefühl, dass sie in der Halle des Comenius selbst vor 31 Jahren bei der Verleihung ihres Abiturzeugnisses verspürt habe. Sie wünschte den 129 Abiturienten, dass sie ihre Ziele und Wünsche verwirklichen können und glücklich werden. „Geht raus in die Welt und verändert etwas“, forderte sie die Abiturienten auf.
Brigitte Wallstabe-Watermann sprach für den Elternbeirat ein paar Grußworte. Sie gratulierte den Abiturienten zum großen Erfolg. Sie gab ihnen noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg: „Verwirklicht eure Träume, bleibt euch selbst treu und seid offen für Neues“ Sie ermutigte die Abiturienten, sich den „Wind der Welt“ um die Nase wehen zu lassen, dabei aber die Heimat, allen voran das Comenius, nicht zu vergessen. Abschließend richtete sie noch eine Bitte an die jungen Frauen und Männer: „Engagiert euch und mischt euch ein! Die freiheitlich-demokratische Gesellschaft und das geeinte Europa haben Engagement verdient!“
Der Schulleiter machte sich in seiner Rede, die er mit dem besonderen Erfolg der Tennisspielerin Angelique Kerber im Januar 2016 bei den Australian Open begann, weitere Gedanken zum Thema „Erfolg“. Das Erfolgsgeheimnis der Abiturienten habe im September 2005 mit dem Eintritt in die Grundschule begonnen. Er blickte auf Zeugnisbemerkungen, die so oder ähnlich in dem ein oder anderen Zeugnis der Absolventen gestanden haben könnten zurück. Er zitierte aus Zeugnissen der Jahrgangsstufe 2, als die Schüler noch keine Noten bekamen, und aus den Übertrittszeugnissen, welche den Schülern den Übertritt ans Gymnasium ermöglichten. Der Abiturjahrgang 2017, der im September 2009 an das Comenius kam, sei auch der erste mit einer Förderklasse für besonders begabte Schülerinnen und Schüler. „Ein Erfolg wird als umso größer erlebt, er schmeckt umso süßer, je mehr man sich dafür anstrengen musste“, so der Schulleiter. Innere Zufriedenheit sei nur durch hart erarbeiteten Erfolg zu erreichen. „Und ein Ziel, auf das man zwölf Jahre lang hingearbeitet hat, ist sicher eine Leistung, die eine hohe Qualität besitzt“, betonte Markus Höß. Auch die Eltern und die Lehrkräfte der Abiturienten seien Teil der Erfolgsstory.
Miriam Neupert und Brian Akodo hielten die Rede der Abiturienten. Sie betonten, dass es den 129 Abiturienten nicht leicht fiele, sich „vom Acker zu machen“. Sie bezeichneten das Comenius-Gymnasium als ihre Heimat und stellten sich zunächst die Frage, was Heimat in ihrem Kern denn eigentlich ausmache. „Heimat ist der Ort, an dem man geboren wurde, wo man alle und alles kennt. Heimat ist auch der Ort, an dem man sich zuhause fühlt. Und damit ist das Comenius unser Zuhause und das Leben hier gleicht einem Familienleben“, so die Abiturientensprecher. Wie in einer Familie, die alles miteinander schafft und die sich auch in schwierigen Situationen unterstützt, so hätten sie die Zeit am Comenius empfunden, betonten die Abiturientensprecher und bedankten sich bei Lehrern, den Hausmeister-Ehepaaren und bei Oberstufenkoordinator Christoph Birkmann. „Die Welt wartet auf uns“, freuten sich Mariam Neupert und Brian Akodo.

Die Absolvia 2017 des Comenius-Gymnasiums.