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Schüler als Antisidkriminierungs-Trainer

28 Schülerinnen und Schüler aus den 10. und 11. Klassen bekamen nach erfolgreicher Ausbildung zum Antidiskriminierungstrainer nun ihr Zertifikat verliehen.
Nach einem 8-stündigen Seminar zu Beginn des Schuljahres durch Raziye Sarioglu aus Landshut, einer Trainerin des Netzwerkes Demokratie und Toleranz, und einem zweiten 4-stündigen Workshop, geleitet von der Schulbeauftragten für Demokratie und Toleranz und Betreuerin des Projekts Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage, StRin Patrizia Gillner, begannen die 28 Schülerinnen und Schüler im März in sieben Vierergruppen, das Gelernte verschiedenen Klassen der Unterstufe näherzubringen.
Weil das Thema Diskriminierung am besten erfasst werden kann, wenn man es am eigenen Leibe erfährt, werden in den Trainings für die Schüler unter anderem verschiedene Rollenspiele gemacht. Dabei zeigten sich einige Klassen zum Erstaunen der Trainer sehr couragiert und sensibel für das Thema.
So wird beispielsweise von den Trainern eine Szene in einem Bus nachgespielt, bei der ein Mitfahrer von einem anderen heftig beschimpft und diskriminiert wird. Die anderen Schüler fungieren als Statisten, also Mitfahrer im Bus. Idealerweise sollte von den Schülern eingegriffen werden, was in manchen Klassen auch der Fall war. Die Trainer erarbeiten mit den Schülern mögliche Vorgehensweisen und zu beachtende Regeln im Falle von Diskriminierung oder Ausschließung.
Dabei können sie den Schülern auch immer wieder aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz berichten. Am Ende des letzten Schuljahres wurde nämlich eine Exkursion nach München unternommen, bei der in verschiedenen öffentlichen Transportmitteln, Plätzen oder Einrichtungen Rollenspiele gemacht wurden, bei denen offensichtlich Menschen diskriminiert wurden, um zu sehen, ob es couragierte Mitbürger gibt, die diese Szenen nicht nur untätig beobachten. Filme und Erkenntnisse aus dieser Fahrt sind interessantes Material, um die Schüler für dieses brisante Thema zu sensibilisieren.
Die Trainer haben sich den Namen Antikörper D gegeben, die Unterstufen-Schüler, die sie ausbilden, können sich nach absolviertem Training Antikörperchen D nennen und bei Problemen mit dem Thema Diskriminierung jederzeit Hilfe bei den Trainern suchen. Natürlich stehen dazu grundsätzlich auch alle Lehrer, im Speziellen die Verbindungslehrer und der Schulpsychologe, zu Verfügung.

Die Klasse 6a und ihren drei Trainern aus der Klasse 10d.