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Ein roter Teppich aus Papier von Teisnach nach Deggendorf

Die Klasse 7b des Comenius-Gymnasiums Deggendorf besuchte die Papierfabrik Pfleiderer in Teisnach.
Nachdem die Schülerinnen und Schüler sich bereits in den Fächern Geschichte, Geographie und Deutsch mit der Herstellung von Papier und der Entwicklung von Schrift beschäftigt hatten, stand eine Exkursion in eine Papierfabrik auf dem Stundenplan.
Zu Beginn stellte Herr Schlagintweit, der Personalchef der Firma, anhand einer bunten Mustermappe die unterschiedlichen Papiersorten vor, die sein Unternehmen produziert. Die Palette der Spezialpapiere reicht von gelb über rot, blau und grün bis hin zu schwarz und geht durch alle Dicken von sehr dünn wie Butterpapier bis hin zu wasserabweisenden Kartonagen von 150g/m2 mit Lotuseffekt. Auch nichtbrennbare Luftschlangen und Verpackungen bekannter Süßigkeiten stehen auf der Kundenliste. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss über das 1881 in Teisnach erbaute Werk, das jährlich 35000 Tonnen Papier produziert, ging es auf Erkundungstour durch die Fabrikhallen.
215 Mitarbeiter arbeiten im 4-Schicht-Betrieb, um die aus der ganzen Welt angelieferte Zellulose letztlich zu dem Papier zu machen, das wir kennen. In der zweiten Halle werden die Farbe und Stärke zum Glätten der Papieroberfläche hinzugegeben. Herr Schlagintweit erklärte den Siebtklässlern auch die Lage am Schwarzen Regen, da für die Produktion täglich 3 Millionen Liter Wasser benötigt werden.
Beeindruckend fanden die Jugendlichen auch die großen Papiermaschinen, wo die Bögen getrocknet und zu riesengroßen Rollen aufgewickelt werden. Eine Rolle dünnes rotes Papier würde genügen, um einen roten Teppich von Teisnach nach Deggendorf zu verlegen.

Die Klasse 7b bei der Firma Pfleiderer in Teisnach.