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Sportklasse am Comenius-Gymnasium

Das Comenius-Gymnasium bietet in den 5. Klassen eine so genannte „Sportklasse“ an.

Für viele Schüler bedeutet der Übertritt an eine weiterführende Schule mit ihren neuen und ungewohnten Anforderungen zuerst einmal eine Beschränkung ihrer Freizeit. Um zu vermeiden, dass in dieser Phase sportliche Talente verloren gehen, unterstützt die Schule die sportliche Ausbildung der Schülerinnen und Schüler durch einen leistungsorientierten Sportunterricht, der eine Grundausbildung für alle Sportarten beinhaltet und so Inhalte des Vereinstrainings in den Schulbereich verlegt.
Die Schülerinnen und Schüler werden in einer Klasse zusammengefasst und im Sportunterricht koedukativ unterrichtet. Der zweistündige Basissportunterricht richtet sich nach dem Lehrplan, allerdings auf einem höheren Leistungsniveau und mit einem koordinativen Schwerpunkt. Die dritte Sportstunde ist eine Ballschule, die die Grundelemente aller Spielsportarten vermittelt und so die in der Spezialsportart notwendigen Fähigkeiten auf eine breite Basis stellt. In weiteren zwei Stunden nimmt die Klasse geschlossen als Gruppe am Wahlunterricht Leichtathletik im Rahmen des Stützpunktes Leichtathletik teil, wo die athletischen Grundlagen für die Spezialsportart vertieft ausgebildet werden. Ab der 6.Klassen besteht die Möglichkeit im Wahlunterricht zwischen Leichtathletik und Fußball zu wählen. Auf diese Weise können sportliche Talente zusätzlich fünf Stunden in der Woche trainieren, ohne dass durch weiteren Zeitaufwand die schulischen Leistungen darunter leiden.
Als Klassenlehrer ist ein Sportlehrer vorgesehen, der die Klasse auch in einem Hauptfach unterrichtet und auf diese Weise ständig Einsicht in die schulischen Leistungen seiner Schützlinge hat. Problemen kann so frühzeitig entgegengewirkt werden.
Bei entsprechendem Interesse kann die Sportklasse bis zur 7. Klasse weitergeführt werden. Anschließend soll durch ein an den Interessen der Schüler ausgerichtetes Wahlfachangebot die Unterstützung sportlicher Talente fortgeführt werden. Dazu gehört auch die großzügige Freistellung von Schülern für Wettkämpfe und Kadermaßnahmen. Daneben soll abhängig von den sportlichen Interessen in der Sportklasse auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen vertieft werden. Schülern, die nicht aus der näheren Umgebung stammen, bietet das staatliche Internat eine entsprechende Unterbringungsmöglichkeit. Voraussetzung für die Aufnahme in die Sportklasse ist ein überdurchschnittliches sportliches Talent und zudem sollte die Schülerin/der Schüler Mitglied in einem Sportverein sein oder zumindest zeitnah einem Verein beitreten.

Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen muss mein Kind erfüllen?

Schüler der Sportklasse sollten überdurchschnittlich sportlich sein und Spaß an der Leistung haben. Mitgliedschaft in einem Verein ist wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig.

Wie viele Kinder können sich für die Sportklasse anmelden – nach welchen Kriterien wird ausgewählt, wenn es zu viele Anmeldungen gibt (Wie erfolgt dann die Auswahl)?

Es gibt keine zahlenmäßige Begrenzung. Sollten mehr als ca. 25 Schüler angemeldet werden, wird eine zweite Sportklasse gebildet oder in Form einer Kombiklasse organisiert.

Wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen geachtet?

Die Zusammensetzung der Klasse hängt von den Anmeldungen ab. Grundsätzlich wäre eine ausgewogene Mischung von Mädchen und Jungen wünschenswert.

Hat man in der Sportklasse auch die Möglichkeit gleichzeitig bei der Streicherklasse teilzunehmen?

Wenn sich in der Sportklasse mehrere Schüler für die Streicherklasse interessieren, sollte dies kein Problem sein. Andernfalls werden wir eine individuelle Lösung finden.

Mein Kind trainiert 2-3mal in der Woche im …Verein. Welche Vorteile bringt die Sportklasse meinem Kind dann überhaupt noch?

Ihr Kind hat dadurch zusätzliche qualitativ hochwertige Trainingszeit im Rahmen der Schule. Sollte sich durch Schulaufgaben die Notwendigkeit ergeben, einmal auf das Vereinstraining zu verzichten um zu lernen, stellt dies aus sportlicher Sicht kein Problem dar.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem/den Sportverein/en konkret aus? Welche Vereine genau sind eingebunden?

Es wurden im Vorfeld sehr viele Vereine aus der Stadt und dem Landkreis angesprochen. Die Art der Zusammenarbeit wird sich im Laufe der Zeit und in Abhängigkeit von den Schülern der Sportklasse ergeben. Bereits jetzt hat sich ein Trainer des BLV bereit erklärt, die Schüler der Sportklasse im Wahlkurs Leichtathletik zu betreuen.

Passen Kinder aus dem Fußballverein mit Kindern aus dem Turnverein zusammen?

Gerade das entspricht dem Konzept der Sportklasse, da im langfristigen Trainingsaufbau am Anfang eine sportartunspezifische allgemeine Grundausbildung steht. Man geht davon aus, dass die Kinder dadurch stark in der Entwicklung in ihrer Spezialsportart profitieren.

Bleibt neben den normalen Inhalten des Sportlehrplans überhaupt Zeit für ein besonderes Grundlagentraining, oder werden Inhalte des regulären Lehrplans gestrichen?

Die Inhalte des normalen Sportunterrichts müssen natürlich erfüllt werden, aber sie werden in ihrer Vermittlung an das Leistungsniveau und die Bedürfnisse der Sportklasse, d.h. die sportliche Grundausbildung, angepasst.

Wie geht die Planung für die Sportklasse nach der 7. Klasse weiter?

Das hängt natürlich sehr stark davon ab, wie die Sportklasse angenommen wird. Es gibt verschiedene Überlegungen, die z.B. darauf ausgerichtet sind, Vereine im Bereich des Wahlunterrichts mit ins Boot zu holen.

Besteht nicht die Gefahr einer Überforderung meiner Tochter bei gleichzeitiger Unterforderung der Jungen in der Sportklasse?

In der Unterstufe besteht dieses Problem kaum. Da die Mädchen in ihrer körperlichen Entwicklung in diesem Alter in der Regel deutlich voraus sind, sind sie z.B. im Schnelligkeitsbereich und im Bereich koordinativer Fähigkeiten den Jungen erfahrungsgemäß überlegen.

Was ist wenn sich wenn mein Kind (längerfristig) verletzt?

Dies sollte kein Problem darstellen, weil es sich ja um eine Grundlagenausbildung handelt. Es gibt keine Leistungskontrollen o.ä., sodass sich versäumte Trainingszeit nicht negativ auf Noten etc. auswirkt.

Welche Vorteile bringt die Sportklasse überhaupt gegenüber dem Konzept des Sportunterrichts? – Wäre es nicht sinnvoller einfach prinzipiell kleinere und homogenere Gruppen zu schaffen?

Die Größe der Gruppen ist durch das Budget der Schule weitgehend vorgegeben. Darüberhinaus ist im Basissportunterricht keine Leistungsdifferenzierung erlaubt. Die Sportklasse bietet die Möglichkeit diese Einschränkung zu umgehen. Von den homogeneren Sportgruppen werden sicher auch die leistungsschwächeren Schüler profitieren.

Für weitere Informationen zu den Erfahrungen mit der Sportklasse steht Ihnen der Leiter des Projekts, StR Robert Richter, gerne zur Verfügung.