HomeSchuleSchulfamilieServiceSchullebenFachschaftenBeratungInternatOberstufeFörderklasseStudienseminar

Geschichte

Die Anfänge des Staatlichen Internats reichen zurück bis in das Jahr 1912, als die "Schulstadt" auf dem Jahnhügel in Deggendorf errichtet wurde. Zunächst als "Pensionat" in städtischer Trägerschaft, wurde das Internat auf Grund der wirtschaftlich prekären Lage 1931 an die "Maristen-Schulbrüder" übergeben, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, in Schulen und Internaten christliche Glaubensgrundsätze zu lehren. Unter den Maristen erlebte das Internat neuen Zuspruch, nicht zuletzt auf Grund des für damalige Verhältnisse ungewohnten Erziehungsstils. So hieß es in dem Konzept der Maristen: "Die Betonung von Unter- und Einordnung wird abgelöst durch ein An-der-Hand-nehmen jedes einzelnen Schülers."

Es war nicht verwunderlich, dass den Maristen unter der NS-Herrschaft die Leitung des Internats wieder entzogen wurde. Im Jahre 1938 wurde es in staatliche Verwaltung genommen und mit der Oberrealschule, dem Vorläufer des Comenius-Gymnasiums, zum "Deutschen Schulheim", einer bis dahin völlig neuen Schulgattung, verschmolzen. Zu Beginn der vierziger Jahre war das Heim schließlich in der Lage, bis zu 120 Schüler aufzunehmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Schule in "Oberrealschule mit Schülerheim Deggendorf" umbenannt, wobei die amerikanische Militärbehörde zur Überwindung der nationalsozialistischen Indoktrination neue Erziehungsgrundsätze festlegte: "Ziel der Erziehung ist es nun, die Entwicklung einer gefestigten Persönlichkeit, aufgeschlossen für alle Kulturwerte des eigenen Volkes und der übrigen Kulturvölker zu fördern. (...) Erziehung zu selbständigem Denken, zur Achtung vor fremder Überzeugung und zu Verantwortungsbewusstsein muss die Jugend zu demokratischer Gesinnung führen." (KME v. 18.04.1950)

Nach einer unsteten Zeit, die von Personalknappheit und hoher Fluktuation geprägt war, wurde 1963 der Freistaat Bayern Sachaufwandsträger von Schule und Internat, so dass die dringend notwendigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen durchgeführt werden konnten. Mit der Inbetriebnahme des neuen Erweiterungsbau 1970 hatte auch die Ära der überdimensionalen Schlafsäle (teilweise für mehr als 40 Schüler) ein Ende; kaum wiedergutzumachende Bausünden wie die Entfernung der alten Jugendstil-Fassade und die gewöhnungsbedürftige Architektur des Erweiterungsbaus blieben als bitterer Beigeschmack zurück. Knapp 120 Schüler konnten nunmehr im Internat untergebracht werden.

1964 schließlich wurde die Schule vom Staatsministerium in "Heimschule" umbenannt. Diese Bezeichnung hat bis heute Gültigkeit. 1971 folgte die Namensgebung "Comenius-Gymnasium".

Seit den achtziger Jahren bietet das Internat auch die Möglichkeit der Nachmittagsbetreuung im so genannten "Tagesheim". 1982 wurden erstmals Mädchen im Internat aufgenommen.

2005 begann die Generalsanierung des Internats, die im Sommer 2009 abgeschlossen worden ist. Seit dem Schuljahr 2009/10 können 75 Schülerinnen und Schüler komfortabel in Ein-, Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht werden.